
Rundum-Sorglos-Pakete für Frequenzumrichter
Auf der SPS präsentiert Kostal Drives Technology nicht nur ihre hoch performanten Frequenzumrichter, sondern zeigt insbesondere auf, dass man als Kunde nicht nur ein Produkt erwirbt: Das Gesamtpaket besteht aus Pre- und Aftersales-Unterstützung sowie weiteren produktbegleitenden Services.
Die Inveor-Frequenzumrichter des Unternehmens gewährleisten eine hohe Effizienz im Betrieb des Antriebsstrangs. Durch die optimierte Topologie der Leistungselektronik in Kombination mit einem einzigartigen Regelungsverfahren sorgt der Frequenzumrichter für eine optimale Energieausnutzung, egal welche Motortechnologie im Einsatz ist. Die Geräte regeln alle Motoren komplett ohne den Einsatz eines Rotorlagegebers. Der Kunde spart hierdurch die Kosten für Geber samt Installation, Wartung und Schnittstelle. Ohne Sensor ist das System ausfallsicherer und robuster. Ein Großteil der Frequenzumrichter lässt sich seit diesem Jahr optional mit der Funktion „Vibration Monitoring“ ausstatten. Dies eröffnet den Einstieg in die Predictive Maintenance, welche unerwartete Ausfälle verhindern und Stillstandskosten minimieren kann. Einige Geräte verfügen darüber hinaus auch über weitere Funktionen wie geberlose Positionierung oder Mehrpumpenbetrieb.
Service ist für das Unternehmen nicht nur ein Wort. Man kauft nicht nur ein Produkt, sondern wird über den gesamten Prozess einer Lösungsintegration begleitet: Im Servicefall steht der Hersteller als zuverlässiger Partner zur Seite. In vielen Fällen lassen sich einfache Probleme bereits durch eine Analyse des Fehlerspeichers identifizieren und beheben. Auf Wunsch werden auch Ersatzgeräte bereitgestellt und, falls erforderlich, Reparaturen durchgeführt. Unter dem Strich liegen die Vorteile des Angebots nicht nur im Gerät selbst, sondern in dem Gesamtpaket aus Produkt und produktbegleitenden Services. Das Thema Kundenservice steht in diesem Jahr auch im Fokus des Messeauftritts.

Drehschieber-Vakuumpumpen – next Generation
Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions präsentiert eine neue Baureihe von Drehschieber-Vakuumpumpen. Die optimierten Nachfolger bewährter Pumpenbaureihen sind weltweit einsetzbar, zuverlässig und effizient.
Duo Vane-Vakuumpumpen erzielen ein Saugvermögen von 6 bis 22 m³/h. Ausgestattet mit einem Motor der Energieeffizienzklasse IE2 gewährleisten diese Vakuumpumpen weltweit einen unkomplizierten Betrieb. Mit ihrer geringen Geräuschemission sorgen sie außerdem für eine angenehmere Arbeitsumgebung. Die Vakuumpumpen sind mit einem verbesserten Sicherheitsventil am Einlass ausgestattet, das bei Applikationsfehlern erhöhte Sicherheit bietet. Darüber hinaus sind sie dank einer höheren Wasserdampfverträglichkeit robuster, insbesondere in den Anwendungsbereichen Gefriertrocknung, Sterilisation und HVAC. Auch die Erzeugung von Vorvakuum für Turbomolekular-Vakuumpumpen, beispielsweise in Beschleunigern oder in der Batterieproduktion, gehört zu den typischen Anwendungsbereichen. Analysegeräte wie Elektronenmikroskope oder Massenspektrometer werden ebenfalls mit Drehschieber-Vakuumpumpen ausgestattet.
„Auch für bewährte Produkte kommt irgendwann einmal ein Nachfolger auf den Markt“, erklärt der Produktmanager für Drehschieber-Vakuumpumpen Marcel Merkardt. Damit die neuen Vakuumpumpen problemlos in bestehende Systeme integriert werden können, verfügen sie über die gleichen Abmessungen wie ihre Vorgänger. „Duo Vane-Vakuumpumpen kombinieren die Vorteile unserer beiden bewährten Baureihen Pascal und Duo Line. So erhalten unsere Kunden die gewohnt hohe Vakuumleistung bei niedrigem Energieverbrauch.“

Deutsche Wirtschaft nimmt bei KI Fahrt auf
Erstmals beschäftigt sich mehr als die Hälfte der Unternehmen mit KI. Jedes Fünfte nutzt sie bereits. Vor einem Jahr waren es 15 %, 2022 nur 9 %. Mehr als jedes dritte plant oder diskutiert derzeit den Einsatz. Rund drei Viertel glauben laut Digitalverband Bitkom an Chancen für ihr Unternehmen.
12 % sehen derzeit ein Risiko, 8 % schätzen, dass KI keinen Einfluss auf ihr Unternehmen hat. Im laufenden Jahr investieren 37 % in die Technologie. In den kommenden Jahren wollen dies sogar drei Viertel tun. „Es gibt in Deutschland eine große Offenheit gegenüber KI und große Erwartungen an KI, sowohl in der Wirtschaft als auch in der Bevölkerung. Mit KI werden in vielen Bereichen die Karten neu gemischt. Für Deutschland muss das heißen: Wir wollen nicht nur mitspielen, wir wollen gewinnen“, sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst.
Eine besondere Bedeutung gewinnt derzeit die sogenannte generative KI. Dabei stellen Nutzer in natürlicher Sprache Fragen oder erteilen Anweisungen und die KI erzeugt daraufhin Texte, Bilder, Videos, Musik oder auch Programmcodes. Inzwischen haben 4 von 10 Deutschen diese zumindest einmal ausprobiert. Die Unternehmen sind beim Trend-Thema gespalten. Jedes zweite (48 %) geht davon aus, dass Unternehmen, die generative KI nicht nutzen, keine Zukunft haben. Ebenfalls knapp jedes zweite Unternehmen (46 %) sagt umgekehrt, dass generative KI zwar spektakulär aussieht, aber nur wenig Nutzen bringt.
Bisher sind viele beim Einsatz noch zurückhaltend. Erst 9 % nutzen generative KI, 18 % planen den Einsatz. Unternehmen, die die Technologie bereits verwenden, nutzen sie in der großen Mehrheit als Teil ihrer Produkte beziehungsweise ihrer Dienstleistungen (80 %). Am häufigsten wird sie derzeit im Kundenkontakt (89 %) verwendet. Dahinter folgt mit deutlichem Abstand der Einsatz im Marketing und in der Kommunikation (40 %). Jeweils rund ein Fünftel setzt generative KI in Forschung und Entwicklung (20 %) sowie innerhalb von Produktionsabläufen (17 %) ein. Im Management verwenden nur 7 % generative KI, in der Personalabteilung gerade einmal 3 % und 2 % in der IT-Abteilung.

Europump-Präsident lobt europäische Pumpenindustrie
Luboš Michlík ist überzeugt, dass die Einführung des von Europump entwickelten EPA (erweiterter Produktansatz) eine entscheidende Rolle bei der Steigerung der Energieeffizienz in industriellen Pumpensystemen spielt.
In seiner Ansprache auf der jüngsten EEMODS-Konferenz (Energy Efficiency in Motor Driven Systems) in Luzern in der Schweiz betonte Michlik die Bedeutung des Pumpensektors für Energieeinsparungen. „Der erweiterte Produktansatz hat die Art und Weise, wie wir die Energieeffizienz im Pumpensektor betrachten und optimieren, revolutioniert“, sagte Michlik. „Anstatt sich nur auf die Leistung der einzelnen Pumpe zu konzentrieren, bewerten wir jetzt das gesamte System, einschließlich Motoren, Antriebe und Steuerungssysteme. Durch diese ganzheitliche Betrachtung können wir weitaus größere Energieeinsparungen und eine höhere Systemeffizienz erzielen.“
Der neue Ansatz hat bereits zu erheblichen Verbesserungen in ganz Europa geführt und Unternehmen geholfen, ihre Betriebskosten zu senken und gleichzeitig einen Beitrag zu den Energie- und Nachhaltigkeitszielen der EU zu leisten. Seit 2016 wurden 226 Mio. MWh Strom eingespart und 158 Mio. Tonnen weniger CO2 ausgestoßen. Die Einbeziehung des erweiterten Produktansatzes in die anstehende Überarbeitung der EU-Verordnung 547/2012 für Wasserpumpen könnte weitere 35 TWh an Energieeinsparungen ermöglichen. Durch die Einführung von EPA konnte die Industrie den Energieverbrauch von Pumpensystemen um bis zu 20-30 % senken. „Der Erfolg, den wir im Pumpensektor gesehen haben, ist erst der Anfang“, fügte Michlik hinzu. „Unsere Arbeit zeigt, dass wir durch einen systembasierten Ansatz auch in anderen Sektoren ein viel größeres Potenzial für die Energieeffizienz erschließen können.“

Grundfos stärkt sein Wasseraufbereitungsgeschäft
Die Übernahme des Geschäftsbereichs Commercial & Industrial von Culligan (C&I) in Italien, Frankreich und Großbritannien ist ein wichtiger Schritt für Grundfos, um im Bereich der Wasseraufbereitung zu expandieren.„Wir haben das strategische Ziel, unser Wasseraufbereitungsgeschäft auszubauen und ein führender Lösungsanbieter in diesem Bereich zu werden. Diese Übernahme ermöglicht es uns, unsere Kunden mit einem breiteren Portfolio und Serviceangebot zu bedienen“, sagt Inge Delobelle, EVP & Divisional CEO, Industry Division bei Grundfos. „Es ist für uns unerlässlich, die Wasseroptimierung in allen Branchen voranzutreiben und die richtige Wassernutzung und Wasserqualität für unsere Kunden sicherzustellen.“ Die Übernahme bringt ein starkes, komplementäres Portfolio an Lösungen und Technologien für die Wasseraufbereitung und Abwasserentsorgung für industrielle und gewerbliche Anforderungen. Die Transaktion folgt einer Reihe von Übernahmen des Unternehmens im Bereich der Wasseraufbereitung, darunter Eurowater (2020), Meco (2021) und Water Works (2022).

Aus Pfeiffer Vacuum wird Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions
Pfeiffer Vacuum, ein Mitglied der globalen Busch Group, gab die Einführung seines neuen Namens und überarbeiteten Logos bekannt. Das Rebranding spiegelt das umfassende Portfolio von Pfeiffer als Komplettanbieter für Vakuumlösungen ebenso wie für Halbleiter-Fertigungslösungen wider.
Das aktualisierte Logo enthält eine stilisierte Darstellung des Rotor- und Statorblatts einer Turbopumpe und steht damit für den Innovationsgeist, der das Unternehmen seit jeher auszeichnet und die Vakuumindustrie auch in Zukunft maßgeblich prägen soll. Die Einführung des neuen Namens und Logos markiert das siebzigste Jubiläum der ersten großen Innovation. „Unser neues Logo ist mehr als ein Markenzeichen. Es erzählt unsere Geschichte, die mit der Erfindung der Turbopumpe begann und zu einem weltweiten Erfolg wurde. Unsere Teams entwickeln und fertigen Produkte, die in den modernsten Hightech-Anwendungen der Welt und künftigen technologischen Megatrends zum Einsatz kommen, und loten dabei die Grenzen des Wissens aus“, erklärt CEO Wolfgang Ehrk.

Deutsches Abwassernetz ist 15-mal länger als der Äquator
Im Jahr 2022 wurden in den rund 8.700 öffentlichen Kläranlagen in Deutschland über 8,33 Mrd. Kubikmeter Abwasser behandelt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sank die behandelte Abwassermenge damit gegenüber der vorherigen Erhebung im Jahr 2019 deutlich um 0,72 Mrd. oder 7,9 %.
Das Abwasser setzte sich 2022 aus 4,82 Mrd. Kubikmeter häuslichem und betrieblichem Schmutzwasser, 2,02 Mrd. Kubikmeter Niederschlagswasser und 1,49 Mrd. Kubikmeter Fremdwasser (zum Beispiel in Abwasserkanäle eindringendes Grundwasser) zusammen. Im Vergleich zu 2019 reduzierte sich die Menge des Schmutzwassers um 0,31 Mrd. Kubikmeter (-6,1 %), des Niederschlagswassers um 0,33 Mrd Kubikmeter (-14,0 %) und des Fremdwassers um 0,07 Mrd. Kubikmeter (-4,8 %). Öffentliche Kläranlagen behandelten 2022 das Abwasser von 80,2 Mio. Einwohnern. Damit waren 96,3 % der Bevölkerung an eine zentrale, inländische Kläranlage angeschlossen. Praktisch alle zentralen Kläranlagen (99,7 %) setzten biologische Verfahren mit Mikroorganismen zur Reinigung des Abwassers ein. Weitere 3,1 Mio. Einwohner waren an eine anderweitige Abwasserentsorgung angeschlossen, am häufigsten an Kleinkläranlagen (2,3 % der Bevölkerung beziehungsweise 1,9 Mio. Einwohner).
Das öffentliche Kanalnetz in Deutschland hatte im Jahr 2022 eine Länge von rund 619.000 km. Dies entspricht über 15-mal der Länge des Äquators (40.075 km). Rund 24.000 km wurden als Mischwasserkanalisation betrieben. Darin werden Regen- und Schmutzwasser gemeinsam zur Kläranlage abgeleitet. Die restlichen rund 370.000 km wurden als Trennkanalisation eingesetzt, davon waren 226.000 km Schmutzwasser- und 144.000 km Niederschlagswasserkanäle. Im Jahr 2022 gegenüber 2019 deutlich zugenommen hat die Zahl der Regenentlastungsanlagen, wie zum Beispiel Regenrückhaltebecken oder Regenüberläufe (+5,7 %).